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Etzbacher Teams bereiten sich auf das Ungewisse vor

Der verschobene Saisonstart ist nicht das einzige Problem

Wer dieser Tage auf der Internetseite des Volleyballverbandes Rheinland-Pfalz nachsehen will, wer wann gegen wen spielt, der wird bei den Spielklassen auf Landesebene zwar Paarungen vorfinden, nicht aber Datum und Uhrzeit. „Termin folgt“ ist jeder Begegnung vorangestellt. Wer herausfinden will, was es damit auf sich hat, der wird dann auf der Startseite fündig. Dort ist in einem Eintrag vom 31. August davon die Rede, dass der Saisonstart 2020/21 in den Rheinland-Pfalz- und Verbandsligen „bis nach den Herbstferien“ wird.
Doch ob dementsprechend auch die Männer und Frauen der SSG Etzbach dann endlich wieder im Wettkampf ans Netz treten dürfen, da ist Julian Schröder eher skeptisch. „Ein Saisonstart Ende Oktober mag der aktuelle Stand sein. Aber das kann nächste Woche schon wieder ganz anders aussehen“, meint der SSG-Vorsitzende.
Zurzeit befinden sich die in die Rheinland-Pfalz-Liga aufgestiegenen Männer, deren Spielertrainer Schröder ist, und die weiterhin in der Verbandsliga gemeldeten Frauen bereits „in der zweiten Saisonvorbereitung“, wie Schröder es nennt. Gemeint ist damit, dass die beiden Teams ursprünglich auf einen Start wie gehabt im September hingearbeitet hatten, ehe dieser auf Ende Oktober verschoben wurde – frühestens. Denn dass sich das Ganze noch weiter hinauszögert, ist nicht unwahrscheinlich. Die daraus resultierende Ungewissheit, wann es losgeht, mache sich auch in der Motivation bemerkbar. „Es kommt schon häufiger vor, dass einer mal kurzfristig fürs Training absagt“, verrät Schröder.
Wie es sich für eine Saisonvorbereitung gehört, trainieren die Etzbacher Volleyballer wieder im gewohnten Rhythmus montags und freitags. Allerdings stellt sich hier die Frage, wie lange das noch möglich ist. Denn gemäß den Vorgaben von Träger und Gesundheitsamt ist die Nutzung der Sporthallen im Landkreis Altenkirchen nur bei ausreichender Belüftung, also bei geöffneten Fenstern und Türen gestattet. In der Praxis war das dank des herrlichen Spätsommers bislang problemlos möglich. Doch der Herbst naht – und dann könnte es den Etzbachern so ergehen, wie einigen ihrer Gegner in der Rheinland-Pfalz-Liga schon die ganze Zeit. „Gerade in den Ballungszentren Mainz und Trier gibt es nach wie vor einige Hallen, die nicht genutzt werden dürfen“, weiß Schröder um die Problematik, dass die Verordnungen von Landkreis zu Landkreis variieren, was letztlich auch einen fairen Wettbewerb nahezu unmöglich macht.
Bezogen auf die Volleyballsaison 2020/21 bleibt also vieles ungewiss. Doch während die Landesliga-Männer und die Verbandsliga-Frauen der SSG Etzbach zumindest hoffen dürfen, dass für sie Ende Oktober wirklich der erste Aufschlag erfolgt, so wurden auf unterster Ebene bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Demnach steht fest, dass in sämtlichen Bezirken innerhalb des Volleyballverbandes Rheinland in diesem Jahr gar nicht mehr gespielt wird.
Ob Tim Kölschbach (beim Schlag) und seine Mitspieler der SSG Etzbach ab Ende Oktober wieder um Punkte spielen dürfen, ist äußerst fraglich.
Foto: balu

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe H vom 24.09.2020

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