Archiv für den Monat: Dezember 2019

SSG gewinnt Krimi

Etzbacher bleiben nach 3:2 in Konz Erster

Spannender geht es kaum: Mit einem 3:2 im Spitzenspiel bei der TG Konz hat die SSG Etzbach Platz eins behauptet und geht damit als Primus der Volleyball-Verbandsliga ins neue Jahr. „Unser Ziel war es, sowohl mit den Männern als auch mit den Frauen auf dem ersten Rang zu überwintern. Das ist uns gelungen. Jetzt können wir uns auf eine schöne Weihnachtsfeier in der kommenden Woche freuen“, bilanzierte Julian Schröder, Trainer und Vorsitzender der Etzbacher.
Die Partie in Konz entwickelte sich zu einem echten Krimi. „Es war ein Wechselbad der Gefühle“, berichtete Schröder. Der erste Durchgang geriet zu einer eindeutigen Angelegenheit zugunsten der Etzbacher, die sich mit 25:15 durch setzten. „Wir sind sehr gut gestartet, haben perfekten Volleyball gespielt und Konz überrascht. Vielleicht war das ein bisschen zu deutlich“, so Schröder. Denn im zweiten Satz verlor sein Team den Faden und musste sich den Heimischen mit 9:25 geschlagen geben.
Anschließend ging es wieder enger zu, doch mit einem 25:22 kam die TG zur 2:1-Führung. Die Etzbacher standen unter Zugzwang, hielten dem Druck aber stand, gewannen 25:20 und glichen zum 2:2 aus. Es ging also in den entscheidenden fünften Satz, in dem sich beide Seiten nichts schenkten. „Da ging es hin und her. Wir sahen schon wie der sichere Verlierer aus“, so Schröder. Die TG lag mit 14:12 vorne und hatte zwei Satzbälle, doch die SSG kam zurück, setzte sich mit 18:16 durch und schnappte sich den Sieg. „Unsere Zuschauer haben uns richtig nach vorne gepeitscht. Es war ein enges Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte. Wir sind natürlich glücklich, dass wir gewonnen haben“, resümierte der Trainer. le

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe H vom 17.12.2019

Das Kampfgericht treibt die SSG Etzbach auf die Palme

Anna Birkhölzer (Foto: Janina Pattberg) und die SSG Etzbach zogen in Morbach mit 2:3 den Kürzeren. Foto: balu/Archiv

Spitzenreiter kassiert erste Pleite nach haarsträubenden Entscheidungen
Normalerweise sind im Volleyball aller guten Dinge drei. Drei Sätze braucht man, um drei Punkte für einen Sieg zu erlangen. Drei mal darf man bekanntermaßen den Ball berühren, bevor er spätestens über das Netz befördert werden muss. Beim Auswärtsspiel der SSG Etzbach in der Frauen-Verbandsliga Nord rückte aber stattdessen die Fünf in den Mittelpunkt. Erstens: Die Mannschaft von Sieg und der gastgebende SV Haag gingen über die maximale Distanz von fünf Durchgängen, was SSG-Trainer Hans-Jürgen Schröder nach der überflüssigen 2:3-Niederlage (25:17, 19:25, 15:25, 25:17, 13:15) schon genug ärgerte. Aber da war aber auch eine weitere Sache mit der Fünf, die Schröder mächtig auf die Palme brachte. Der Volleyball-Haudegen, der selbst bis zur 3. Liga als Schiedsrichter im Einsatz ist, verstand in der entscheidenden Phase des fünften Durchgangs die Welt nicht mehr, als das vom FC Wierschem gestellte Kampfgericht übersah, dass das Haager Team den Ball bei einem Etzbacher Aufschlag fünfmal spielte. „Es wäre unser Punkt zum 13:13 gewesen, und durch das anschließende Ass hätten wir Matchball gehabt“, schilderte Schröder die Brisanz, die hinter diesen haarsträubenden Entscheidung steckte. „Es wurden viele weitere Entscheidungen gegen uns getroffen.“
Aber der Tabellenführer, der „nur“ einen Punkt mit auf die Heimfahrt nahm und im letzten Spiel des Jahres seine erste Niederlage hinnehmen musste, kehrte auch vor der eigenen Haustür. „Wir haben uns dieses Ergebnis insgesamt selbst zuzuschreiben. Das war heute keine gute Leistung“, haderte Schröder. Die 1:0-Führung gab dem Spitzenreiter genauso wenig Sicherheit wie später der Ausgleich zum 2:2 im Vorfeld des Tie-Breaks mit dem heftig diskutierten Ende, bei dem das Schiedsgericht das Regelbuch neu erfand. René Weiss
Etzbach: A. Birkhölzer, J. Birkhölzer, J. Kaczynski, V. Kaczynski, Kress, Seiler, K. Gerhards.

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe H vom 16.12.2019

Etzbacher können mit Erfolg im Topspiel als Primus überwintern

Volle Konzentration: Jana Birkhölzer und die SSG Etzbach peilen am Samstag beim SV Haag den nächsten Sieg an.

SSG gastiert nach dreiwöchiger Pause bei Verfolger TG Konz

Ihre letzten Aufgaben vor der Weihnachtspause bestreiten die Verbandsliga-Mannschaften der SSG Etzbach jeweils in der Fremde. Die Männer gastieren zum Spitzenspiel bei der TG Konz, während die von Hans-Jürgen Schröder betreuten SSG-Volleyballerinnen vor einer Aufgabe in Morbach beim SV Haag stehen.
Männer-Verbandsliga
Zuletzt war die SSG Etzbach am 23. November aktiv. Damals gab es ein glattes 3:0 gegen die TG Konz II. An diesem Sonntag gastiert der Tabellenführer nun zum Spitzenspiel bei der ersten Garde der TG. Die Konzer sind vorher ab 15 Uhr noch gegen den Dritten, den VC Mendig, gefordert. Anschließend kommt es zum Aufeinandertreffen mit den Etzbachern. „Ich hoffe nicht, dass wir raus aus unserem Rhythmus sind. Denn vor der Pause lief es eigentlich perfekt“, erklärt SSG-Trainer Julian Schröder. Sein Team gewann die vergangenen fünf Begegnungen jeweils mit 3:0. „Wir haben auch während der Pause gut trainiert, die Stimmung ist gut. Unser Ziel ist es, über Weihnachten auf Platz eins zu bleiben“, betont Schröder, der ergänzt: „Wenn wir das schaffen wollen, müssen wir in Konz gewinnen.“ Dabei erwartet der Trainer keine einfache Aufgabe, steht der Mitabsteiger aus Konz doch auf Rang zwei und hat ein Spiel weniger als die SSG absolviert. „Ein Vorteil für uns könnte sein, dass Konz noch vorher gegen Mendig spielt. Wir schauen auf unser Spiel, und wenn wir das aufziehen können, haben wir eine gute Chance, zu gewinnen“, meint Schröder. Robin Aurand ist bei der SSG privat verhindert. Ansonsten kann der Trainer voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.
Frauen-Verbandsliga
Die Herbstmeisterschaft haben die Frauen der SSG Etzbach bereits vor dem letzten Hinrundenspieltag am Samstag in Morbach sicher. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf den TV Feldkirchen II, sieben Zähler liegt das Team von der Sieg vor seinem Gegner SV Haag (Beginn: 14 Uhr). „Ich habe Haag in dieser Saison einmal bei einem Auswärtsspiel gesehen, aber zu Hause treten sie immer mit einer stärkeren Mannschaft an“, weiß SSG-Trainer Hans-Jürgen Schröder, der sich auf ein Kräftemessen mit ehemaligen Oberligaspielerinnen einstellt.
Etzbach wird den Jahresabschluss ohne Janina Pattberg bestreiten, sodass noch sieben oder acht Spielerinnen übrig bleiben. „Wir wollen das letzte Spiel des Jahres auf jeden Fall für uns entscheiden“, macht Schröder klar. Auch wenn das Polster komfortabel ist, spricht man in Etzbach noch nicht von der Landesliga. „Wir denken von Spiel zu Spiel, aber uns ist bewusst, dass die höhere Spielklasse für uns mit dem kleinen Aufgebot kein Thema ist. Man muss abwarten, wie sich die Situation in den nächsten Monaten entwickelt“, so Schröder. le/rwe

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe H vom 13.12.2019

Kaczynskis starke Aufschlagserie bringt Etzbacherinnen ins Rollen

Mit Gefühl übers Netz: Erwin Tjart und die SSG Etzbach setzten sich mit zwei Heimsiegen an die Verbandsliga-Tabellenspitze.

Männer und Frauen führen jetzt die Verbandsliga-Tabellen an

Besser hätte das Wochenende für die Volleyball-Mannschaften der SSG Etzbach nicht laufen können. Die Männer feierten beim Heimspieltag in der Hammer Großsporthalle zwei Siege und führen somit genauso wie die in Bitburg siegreichen Frauen die Tabelle der Verbandsliga Nord an.
Verbandsliga Männer
Nach nicht einmal zwei Stunden Spielzeit hatten die Gastgeber ihren Heimspieltag in Hamm beendet. Die SSG Etzbach ließ dem VBC Ediger (25:15, 25:21, 25:15) und der TG Konz II (25:19, 25:15, 25:18) in jeweils drei Sätzen keine Chance und wird zum Jahresabschluss als Tabellenführer zum Spitzenspiel nach Konz zur Erstvertretung der TG fahren. „Wir waren von der ersten Minute an hellwach und haben in allen Aktionen gespürt, dass wir die beiden Siege einfahren und unbedingt Position eins übernehmen wollten“, freute sich Spielertrainer Julian Schröder über eine in allen Bereichen gelungene Vorstellung sowie zwei auch in der Höhe verdiente Siege. Die SSG wackelte nur kurzzeitig: Im zweiten Satz gegen Ediger lag man mit 14:19 hinten, aber genau im richtigen Moment legte Etzbach wieder einen Zahn zu und drehte das Ergebnis. Ansonsten bestand in beiden Begegnungen zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, dass man einen Satz an den Gegner abtreten müsste.
Etzbach: Tjart, Hombach, Dyck, Vargas Orta, Kölschbach, Hassani, Jung, Troche, Neufeld, Aurand, Gerhards, Schröder.
Verbandsliga Frauen
Der Spaziergang zum souveränen 3:1-Auswärtserfolg (25:18, 25:9, 13:25, 25:18) beim TV Bitburg wurde für die SSG Etzbach lediglich durch den Hausmeister des Bitburger Gymnasiums gefährdet, als er am frühen Samstagabend die Halle betrat und während der einseitigen Partie meinte, gleich das Licht auszuschalten, weil die Halle nur bis 18 Uhr gebucht sei und er sich ins Wochenende verabschieden wollte. Die vorherige Partie zwischen Bitburg und der TG Trier hatte sich etwas in die Länge gezogen, sodass der Hausmeister mit den Hufen scharrte, schließlich aber zähneknirschend beide Teams die Begegnung doch zu Ende spielen ließ.
Etzbach feierte im siebten Spiel den siebten Sieg und behauptete somit deutlich seine Tabellenführung. Im ersten Durchgang lag die SSG zwar mit 7:14 hinten, doch als Jasmin Kaczynski an der Reihe war aufzuschlagen, wendete sich das Blatt. Mit einer großartigen Serie wechselte das Angaberecht erst wieder, als Etzbach mit 22:14 führte. „Sie hat uns den ersten Satz gewonnen“, lobte Trainer Hans-Jürgen Schröder. Nachdem sich sein Team auch den zweiten Durchgang gesichert hatte, schien das Ende der Partie nahe zu sein. „Aber dann“, monierte der Trainer, „gab es einen unerklärlichen Einbruch bei uns“. Die Eifelanerinnen verkürzten, aber das war nur ein kurzes Strohfeuer. Der Favorit besann sich wieder seiner Stärken und machte im vierten Satz alles klar. Dass kein fünfter und entscheidender her musste, gefiel ihnen genauso wie dem Bitburger Hausmeister. Etzbach: A. Birkhölzer, J. Birkhölzer, J. Kaczynski, V. Kaczynski, Kress, Pattberg, Seiler, K. Gerhards.

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe H vom 25.11.2019

Mit guter Stimmung an die Tabellenspitze?

Hans-Jürgen Schröder und seine Spielerinnen wollen sich am Samstag für die Niederlage gegen Bitburg aus der Vorsaison revanchieren. Foto: byJogi

Etzbachs Männer wollen Heimspieltag nutzen, um Rang eins zu übernehmen – Frauen mit Libera

Dort, wo die Frauen der SSG Etzbach in der Tabelle stehen, wollen auch die Männer hin: Das Volleyball-Team von der Sieg hat am Samstag ab 15 Uhr beim Heimspieltag in der Großsporthalle von Hamm die Gelegenheit dazu. Die Frauen fahren indes in die Eifel und treten beim TV Bitburg an.
Männer-Verbandsliga
Vier Siege aus fünf Begegnungen, Tabellenplatz zwei hinter der TG Konz und einen Heimspieltag vor Augen – da wundert es einen nicht, dass Trainer Julian Schröder von einer „sehr guten Stimmung innerhalb der Mannschaft“ berichtet. Und die könnte noch besser werden, wenn der Tabellenzweite am Samstag ab 15 Uhr in eigener Halle seine beiden Heimspiele gegen den VBC Ediger und die zweite Mannschaft der TG Konz für sich entscheidet. Dann würde man an der ersten Konzer Garnitur, die einen Zähler Vorsprung auf die SSG hat, am Wochenende aber nur eine Partie bestreitet, vorbeiziehen. „Und wir würden als Tabellenführer zum Spitzenspiel nach Konz am letzten Spieltag des Jahres fahren“, nennt Julian Schröder einen weiteren anstrebenswerten Aspekt, der Motivation fürs Wochenende verleihen sollte. „Unser Ziel sind ganz klar zwei Siege“, macht der Trainer deutlich.
Ediger, mit nur einem Punkt am Tabellenende, sei eine Pflichtaufgabe, die allerdings auch nicht unterschätzt werden dürfe. „Die entsprechende Einstellung abzurufen, ist in solchen vermeintlich einfachen Begegnungen häufig das Problem. Es kann schnell nach hinten losgehen und fatal enden, wenn das nicht gelingt. Wir müssen die gleiche Konzentration zeigen wie in den Partien gegen die anderen Spitzenteams“, fordert Schröder. Konz II steht als Rangsechster genauso wie Ediger ein gutes Stück hinter der SSG, aber gegen die Pritscher und Baggerer aus der Saar-Mosel-Stadt spielen zu müssen, ist gerade für die vorderen Mannschaften so eine Sache. Konz hat bereits die Neuwied und Mendig geschlagen. Schröder charakterisiert den zweiten Gegner am Samstag als „abwehr- und kampfstark“.
Frauen-Verbandsliga
Aus beruflichen Gründen, durch Schwangerschaften sowie Verletzungen ist der Kader der Etzbacher Frauen auf acht Spielerinnen zusammengeschrumpft. Natürlich hätte Trainer Hans-Jürgen Schröder gerne mehr Alternativen zur Verfügung, aber für dieses Wochenende hat er personell auch eine gute Nachricht zu verkünden: Katja Gerhards, die derzeit berufsbedingt längere Zeit in Tschechien weilt und vor zwei Wochen beim Heimspieltag nicht zur Verfügung stand, wird das Trikot wieder überstreifen und die Libero-Position übernehmen. „Das ist momentan wichtig für unser Spiel, weil wir mit der Annahme derzeit ein paar Schwierigkeiten haben. Ich erhoffe mir von Katjas Einsatz, dass wir in diesem Bereich wieder mehr Stabilität bekommen“, so Trainer Schröder.
Gegner im zweiten Spiel am Samstagnachmittag ab 14 Uhr ist in Bitburg der gastgebende Turnverein. Der SSG-Coach tut sich mit einer Prognose vor dem Vergleich zwischen seinem noch ungeschlagenen Tabellenführer (16 Punkte) und dem Dritten aus der Eifel (10) schwer. „Wir haben in der vergangenen Saison gegen Bitburg verloren. Das wollen wir diesmal besser machen. Wie stark der Gegner ist, kann ich nicht einschätzen. In unserer Liga kann offenbar jeder jeden schlagen.“ Das bewies Etzbachs Heimspieltag vor zwei Wochen. Die SSG entschied zwar beide Partien für sich, gegen den TuS Asbach allerdings „nur“ mit 3:2. Schröder: „Ich hatte gedacht, dass es gegen Asbach eine deutlichere Kiste gibt, während ich Feldkirchen, die wir 3:0 besiegt haben, deutlich stärker erwartet habe.

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe H vom 23.11.2019

Etzbacher Frauen manifestieren mit fünf Punkten die Tabellenführung

Die SSG Etzbach (hier mit Veronika und Jasmin Kaczynski beim Block) hat mit zwei Heimsiegen gegen den TuS Asbach (3:2) und den TV Feldkirchen II (3:0) seine Spitzenposition in der Volleyball-Verbandsliga Nord der Frauen manifestiert. „Mit diesen fünf Punkten sind wir zufrieden“, fasste Julian Schröder, der für seinen aus privaten Gründen verhinderten Vater Hans-Jürgen Schröder als Trainer einsprang, die Begegnungen in der Hammer Großsporthalle zusammen. Dabei hatten die Etzbacherinnen eigentlich ein anderes Kräfteverhältnis der Gegner erwartet. Asbach bot mehr Paroli als gedacht, dafür glitt gegen Feldkirchen das Messer durch die Butter. „In der zweiten Partie war es eine in allen Bereichen sehr gute Leistung. Wir haben Feldkirchen zu keiner Sekunde eine Chance gegeben“, so Schröder. Entsprechend deutlich endeten die Sätze mit 25:12, 25:19 und 25:14 für die SSG. Gegen Asbach (19:25, 25:11, 19:25, 25:15, 15:9) erlebten die Einheimischen hingegen ein Wechselbad der Gefühle. Der TuS ging mit 1:0 und 2:1 Sätzen in Führung, weil Etzbach Probleme hatte, seine Chancen zu verwerten. „Asbach hat einen sehr guten Block gestellt und stark verteidigt“, lobte Schröder. „Das hat uns vor allem in den Sätzen eins und drei Probleme bereitet.“ In Rückstand liegend, behielt das Team von der Sieg aber kühlen Kopf und sicherte sich durch das 15:9 im Tiebreak den verdienten Zusatzpunkt.

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe H vom 11.11.2019

Julian Schröder will den Papa nicht enttäuschen

Etzbacher Frauen treffen beim Heimspieltag auf Asbach und Feldkirchens Reserve – Henry Dyck gibt sein Comeback




Nach Volleyball-Pause steht Henry Dyck der SSG Etzbach wieder zur Verfügung

Hans-Jürgen Schröder hat seinen Filius Julian bereits eingewiesen. „Ich habe ihm die Tabelle und unsere bisherige Bilanz gezeigt: vier Spiele, vier Siege. Damit weiß er ganz genau, was ich am Samstag erwarte“, sagt Schröder senior mit einem Augenzwinkern vor dem Heimspieltag der SSG Etzbach in der Volleyball-Verbandsliga Nord der Frauen.

Am Samstag empfängt die Mannschaft von der Sieg ab 15 Uhr in der Großsporthalle von Hamm mit dem TuS Asbach und dem TV Feldkirchen II zwei Gegner, die der ungeschlagene Tabellenführer, der aktuell zwei Punkte Vorsprung auf den SV Haag vorzuweisen hat, besiegen können sollte. „Wenn die Mannschaft ihre normale Verfassung abruft, sollte sie zwei Siege einfahren können“, sagt der etatmäßige Trainer Hans-Jürgen Schröder, der das SSG-Team am Samstag aus privaten Gründen allerdings nicht vom Spielfeldrand aus coachen kann. Sohn Julian, der mitunter schon mal das Training leitet, wenn der Papa zeitlich verhindert ist, springt in die Bresche und soll dazu beitragen, dass die Erfolgsserie anhält.
Beim 3:2-Erfolg über die Westerwald Volleys ließ die SSG vor zwei Wochen den ersten Punkt in dieser Runde liegen. „Da haben wir auch keine gute Leistung gezeigt“, erinnert sich Schröder. In Ransbach-Baumbach machte sich das Fehlen von Janina Pattberg bemerkbar, ohne die es im Annahmespiel haperte. Sie kehrt am Samstag aufs Feld zurück. Dafür fällt Libera Katja Gerhards berufsbedingt aus. „Ich hätte gerne wieder mit Libero gespielt, aber ich bin davon überzeugt, dass wir es auch ohne hinbekommen werden. Mit Janina Pattberg können wir das in der Annahme gut kompensieren“, gibt der Trainer Einblicke in seine taktischen Planungen. Auch wenn Schröder guter Dinge ist, dass man das Optimum von sechs Punkten mitnehmen und die Spitzenposition festigen wird, warnt er vor allem vor den Feldkirchenerinnen: „Wir haben sie in Ransbach-Baumbach gesehen. Das ist eine gute Mannschaft.“ Die Rheinland-Pfalz-Liga-Reserve aus dem Neuwieder Stadtteil hat in vier Begegnungen acht Punkte gesammelt und steht somit auf Rang drei, während Asbach mit fünf Zählern Platz sechs einnimmt.

Mit der Zielsetzung, ihre Position im Spitzentrio der Männer-Verbandsliga zu festigen, gehen die Etzbacher am Sonntagnachmittag ihr Auswärtsspiel beim TuS Immendorf an (Beginn: 15 Uhr). „Ich glaube nicht, dass es in dieser Saison eine Mannschaft gibt, die an der Tabellenspitze davoneilen und einsam ihre Kreise ziehen wird. Mendig, Konz und wir liegen ungefähr auf Augenhöhe“, schätzt Spielertrainer Julian Schröder das Kräfteverhältnis ein. „Wir haben bislang lediglich gegen Mendig verloren, weil wir dort keinen guten Tag erwischt hatten. Ansonsten haben wir aber unter Beweis gestellt, dass wir jede Mannschaft in unserer Liga schlagen können.“
An besagtem Spieltag in Mendig war auch der TuS Immendorf vor Ort. „Sie haben damals mit nur sechs Leuten gespielt“, erinnert sich Schröder. „Aber man weiß nie, ob sie in eigener Halle mehr Personal zur Verfügung haben. Ihre beiden Siege haben die Immendorfer daheim eingefahren. Wir haben aber ganz klar den Anspruch, drei Punkte zu holen.“
Die SSG muss im Koblenzer Höhenstadtteil ohne Tim Kölschbach und Robin Aurand auskommen. Andreas Neufeld wird nach dem Abschlusstraining am heutigen Freitagabend entscheiden, ob er sich fit genug für einen Einsatz fühlt. Aber selbst wenn der Libero kein grünes Licht gibt, hat die SSG für diese Position bereits ein Ass im Ärmel: Philipp Hombach hat diese Rolle beim jüngsten Heimspieltag bereits gut ausgefüllt.
Sein Comeback geben wird im Etzbacher Trikot zudem Henry Dyck. Der ehemalige Oberliga-Zuspieler legte in der vergangenen Saison aufgrund seines Abiturs eine Pause ein. Jetzt hat er den schulischen Stress hinter sich gebracht. „Henry trainiert seit drei Wochen wieder mit. Mit ihm bekommen wir natürlich noch einmal eine Verstärkung hinzu“, freut sich Julian Schröder auf die Rückkehr des jungen Eigengewächses. René Weiss

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe H vom 08.11.2019