Archiv für den Monat: Februar 2020

Letzter Heimspieltag bietet interessante Duelle

Etzbacher Männer wollen den Deckel draufmachen – Pflichtaufgabe für die Frauen

Nach Karneval geht es für die Verbandsliga-Volleyballer der SSG Etzbach an diesem Wochenende wieder sportlich zur Sache.
Verbandsliga Männer
SSG Etzbach – VC Mendig + TG Konz (Sa., ab 15 Uhr).
Bis zum 21. März stehen den Etzbachern noch vier Spiele bevor – zwei davon an diesem Samstag beim letzten Heimspieltag, der zwei äußerst interessante Begegnungen bereithält. „Interessant ja, aber vor allem auch schwer“, bringt es Julian Schröder auf den Punkt. Denn der Spielertrainer trifft mit seiner SSG zunächst auf die Mannschaft, die den Etzbachern die bisher einzige Saisonniederlage zugefügt hat. Vor dem zweiten Aufeinandertreffen sind die Vorzeichen jedoch ganz andere. Denn bei den Mendigern lief damals noch Ex-Nationalspieler Silvio Schultze auf, der einst für den Verein schon in der Bundesliga spielte und in der Hinrunde fast im Alleingang dafür sorgte, dass seine Mannschaft mit 3:1 gewann. Doch auf die Dienste des 43-Jährigen, den bereits seit längerem eine Verletzung außer Gefecht setzt, können sich die Gäste nun nicht mehr verlassen, sodass Schröder die Hoffnung hat, dass er und seine Mitstreiter vor dem wegweisenderen zweiten Spiel des Tages nicht zu viele Körner lassen. Denn da kommt es zum Gipfeltreffen des gastgebenden Tabellenführers gegen seinen ärgsten Verfolger. „Zwischen Konz und uns tut sich nicht viel“, findet Schröder, der seine Schlüsse auch aus dem Hinspiel sieht, das die SSG zwar mit 3:2 gewann, in dem aber auch der Gegner „genau so gut hätte gewinnen können“. Das klare Ziel sei es, beide Spiele zu gewinnen und damit für eine Vorentscheidung im Titelrennen zu sorgen. Allerdings verlief die Vorbereitung auf dieses Vorhaben nicht optimal. Während der letzten drei Wochen waren die Etzbacher im Training aufgrund diverser Krankheiten nicht einmal vollzählig, und auch mit Blick auf Samstag könnte es besser aussehen. Während Marcel Mertgen (Arbeit) und Jonathan Jung (Urlaub) definitiv ausfallen, stehen hinter Jonathan Troche, Michael Vargas-Orta und Andreas Neufeld kleinere Fragezeichen. Da trifft es sich gut, dass Jesper Holst nach einem zu Saisonbeginn erlittenen Fingerbruch endlich zur einsatzfähig ist. Der Außenangreifer, der zuletzt in Brandenburg in der Landesliga spielte und den es aus beruflichen Gründen in die Region verschlagen hat, war bereits zu Saisonbeginn zur SSG gewechselt.
Verbandsliga Frauen
FC Wierschem II – SSG Etzbach (Sa., 14 Uhr).
Nach der verdienten 1:3-Niederlage im Spitzenspiel gegen den SV Haag ist aus dem Etzbacher Alleingang an der Tabellenspitze wieder ein Zweikampf geworden. An diesem Samstag kommt es zum Wiedersehen beider Teams, allerdings nicht auf dem Feld. Denn da bietet sich beiden beim Heimspieltag des FC Wierschem II die Aussicht auf sichere Punkte, liegen die Gastgeberinnen doch mit nur sieben mageren Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz. Etzbach legt vor, Haag zieht nach. Alles andere als klare Siege der Favoriten käme einer großen Überraschung gleich. Da darf es auch nicht ins Gewicht fallen, dass Katja Gerhards ausfällt und auch hinter der erkälteten Jasmin Kaczynski ein zumindest ein kleines Fragezeichen steht. „Gegen den Tabellenletzten muss es reichen, egal ob mit acht, sieben oder sechs Spielerinnen“, sagt SSG-Coach Hans-Jürgen Schröder – wenngleich er auf das Szenario mit nur sechs Spielerinnen gerne verzichtet, um bei einer Verletzung nicht noch Gefahr zu laufen, die Punkte kampflos abgeben zu müssen. „Zur Not nehmen wir noch eine Spielerin aus der zweiten Mannschaft mit“, versichert Schröder.

Quelle: Rhein-Zeitung (Ausgabe H) vom 29.02.2020

Akrobatik ist Trumpf in Etzbach

Das große Tanzcorps der Prachter „Fidelen Jongen“ begeistert auch in Etzbach.

Foto: Rolf-Dieter Rötzel

Karnevalistischer Frühschoppen bietet ein teils atemberaubendes Programm

Aus den Nähten zu platzen drohte am Sonntag das proppenvolle Etzbacher Bürgerhaus. Die Spiel- und Sportgemeinschaft sowie der Schießsportverein veranstalteten zum 26. Mal ihre Karnevalsfeier. Bunt kostümierte und gut gelaunte Narren aus der Region feierten, tanzten, schunkelten und ließen „Etzbich Uhu“ erschallen. Kurz und knackig führte SSG-Vorsitzender Julian Schröder, assistiert von Sarah Gerhards und Janina Pattberg sowie von DJ Sascha musikalisch begleitet, durch das Programm.
Der Etzbacher karnevalistische Frühschoppen, der sich althergebracht stets bis in die Abendstunden ausdehnt, ist etwas Besonderes im heimischen Karneval. Es gibt keine Büttenreden und auch offiziell werden keine Reden gehalten. Vielmehr spielt sich alles auf der Bühne mit Musik, den rhythmisch- und energiegeladenen SSG-Drummers und vor allem Auftritten von hoch motivierten Tanzgruppen ab. Bei den teilweise schon spektakulären Flugeinlagen und artistischen Hebefiguren stockte manchem der Atem.
Den Auftakt machten die „Fidelen Küken“, die „Bühnenfeger“ und das Tanzcorps der Prachter Karnevalsgesellschaft „Fidele Jongen“. Etzbach ist für die „Präächter“ am Karnevalssonntag immer der Auftakt, um dann mit ihrem großen Gefolge zur Teilnahme am Karnevalszug in Altenkirchen zu fahren.
Gefeiert und bejubelt wurden auch die „Flamingos“, das Mini-Tanzcorps der Karnevalsgesellschaft Wissen, amtierender und insgesamt sechsfacher Deutscher Meister, „In Motion“ aus Ingelbach“, die „Roten Funken“ der KG Schladern und die Mucher „Teichgirls“. An die Grazie und Ausdruckskraft der holden Weiblichkeit kamen die „Dorfgrenadiere Birkenfeld“, erstmals mit dem fünfjährigen Nachwuchsgrenadier Robin angereist, und die Schöneberger „Bordstein Schwalben“ natürlich nicht heran. Aber auch die Herren, teilweise schon im fortgeschrittenen Alter, machten meist tänzerisch noch eine gute Figur, wenn auch das totale Frauengekreische ausblieb.
Zu einem musikalischen Höhepunkt wurde der Auftritt der Wissener Band „Hännes“. Die fünf Musiker brachten Lieder aus der Domstadt mit viel „kölsch Jeföhl“ rüber. Rolf-Dieter Rötzel

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe (H) vom 24.02.2020

Etzbacher Frauen gehen im Spitzenspiel leer aus

Verfolger Haag schließt auf – Männer bauen Vorsprung aus

Verbandsliga Männer
SSG Etzbach – VC Neuwied 3:2 (25:16, 25:16, 18:25, 27:29, 15:5);
SSG Etzbach – TuS Immendorf 3:0 (25:15, 25:11, 25:20).
Der Ärger darüber, dass es am Ende statt der ordentlichen Ausbeute von fünf Punkten auch die optimale von sechs hätte sein können, hielt sich bei Julian Schröder in Grenzen. Es lief der vierte Satz der ersten und in Anbetracht der Tabellenkonstellation wichtigeren Partie, als er und seine Etzbacher Mitstreiter beim Stand von 25:24 Matchball hatten, sich dann aber „nicht clever genug“ anstellten, wie der Spielertrainer fand, und schließlich den Satzausgleich hinnehmen mussten. Der gastgebende Tabellenführer hatte das Duell gegen den Dritten eingangs völlig im Griff und legte eine 2:0-Führung vor, ehe sich im dritten Durchgang ein Tief einschlich. „Da haben wir beim Aufschlag und der Annahme zu viele Eigenfehler produziert, dadurch im Angriff nicht genug Druck erzeugen können und Neuwied ins Spiel kommen lassen“, erzählte Schröder. Die Schwächephase hielt auch im vierten Abschnitt zunächst an, sodass die SSG lange einem Rückstand hinterherlief, den sie gegen Ende jedoch in eine Führung drehte mit der Möglichkeit, alle drei Punkte einzutüten. Stattdessen drohten dann jedoch zwei davon nach Neuwied zu gehen. „Wenn man nach 2:0-Satzführung noch in den Match-Tiebreak geht, muss man froh sein, das Spiel am Ende gewonnen zu haben“, wusste auch Schröder, dass das Momentum im entscheidenden Satz eindeutig aufseiten der Neuwieder gelegen hatte. Umso bemerkenswerter, dass die Etzbacher diesen deutlich für sich entschieden. Das verlieh dann auch noch mal Auftrieb für die vermeintlich leichtere Aufgabe gegen die abstiegsgefährdeten Immendorfer, die kaum Gegenwehr leisteten und im dritten Durchgang nur deshalb an einem Satzgewinn schnupperten durften, weil nachlässiger werdende Etzbacher das zuließen. Bis zum 20:20 verlief der dritte Abschnitt ausgeglichen, dann machte die SSG noch mal ernst.
Für Etzbach spielten: Schröder, Tjart, Gerhards, Hombach, Hassani, Kölschbach, Neufeld, Vargas-Orta, Troche, Dyck, Mertgen, Jung.

Die Etzbacher Männer (rechts Jonathan Troche) bewiesen im Match-Tiebreak gegen Verfolger VC Neuwied Nervenstärke, als das Momentum eigentlich aufseiten des Gegners war.

Verbandsliga Frauen
SSG Etzbach – Westerwald Volleys 3:0 (25:21, 25:20, 25:19);
SSG Etzbach – SV Haag 1:3 (22:25, 26:24, 25:27, 19:25).
Eigentlich hatten die Etzbacherinnen für optimale Voraussetzungen gesorgt, um ihren einzigen ernsthaften Verfolger abschütteln zu können. Denn beim glatten Erfolg im ersten Spiel des Tages gegen die Kombinierten aus Dernbach, Montabaur, Ransbach-Baumbach und Höhr-Grenzhausen hatte sich der Kräfteverschleiß in Grenzen gehalten, sodass die SSG-Frauen vor allem eingespielt ins Spitzenspiel gehen konnten. Doch das half am Ende nichts. Die Gastgeberinnen mussten sich nicht nur auch im zweiten Vergleich mit dem SV Haag in dieser Saison geschlagen geben, sondern blieben dabei erstmals in der laufenden Spielzeit auch punktlos. Hatten im Hinspiel noch haarsträubende Entscheidungen des Kampfgerichts die 2:3-Niederlage eingeleitet, so schaffte es der Tabellenzweite diesmal aus eigener Kraft, die Punkte mitzunehmen. „Der Gegner war gut“, lobte SSG-Coach Hans-Jürgen Schröder vor allem die Feldverteidigung der Gäste, die „fast jeden Angriffsball“ der Etzbacherinnen noch irgendwie im Spiel hielt. So entwickelte sich ein in allen vier Sätzen umkämpftes Duell, in dem es die SSG im dritten Durchgang versäumte, wenigstens einen Zähler daheim zu behalten, indem sie eine 20:10-Führung noch herschenkte und dadurch vorentscheidend auf die Verliererstraße geriet.
Für Etzbach spielten: J. Birkhölzer, A. Birkhölzer, K. Gerhards, J. Kaczynski, V. Kaczynski, Kreß, Pattberg, Hahmann, Seiler.

Jana Birkhölzer kassierte mit den Etzbacher Frauen die erste klare Niederlage der Saison und muss im Titelrennen nun den SV Haag als ernst zu nehmenden Konkurrenten anerkennen

Quelle: Rhein-Zeitung (Ausgabe H) vom 10.02.2020

SSG Etzbach will bei Heimspieltag Synergien nutzen

Vorentscheidende Duelle stehen an !
Die Großsporthalle in Hamm ist an diesem Samstag fest in der Hand der SSG Etzbach. Denn die Verbandsliga-Volleyballer und -Volleyballerinnen des Vereins tragen ihre nächsten Heimspieltage aus – nachmittags die Frauen, abends die Männer. Eine Konstellation, die sich bezahlt machen könnte.
Verbandsliga Männer
SSG Etzbach – VC Neuwied + TuS Immendorf (Sa., ab 18 Uhr).
„Wir wollen den Ausrutscher von Konz endgültig nutzen, beide Spiele gewinnen und den Vorsprung ausbauen“, schickt Julian Schröder vorab eine Kampfansage an die Gegner, wenngleich der SSG-Spielertrainer davon ausgeht, dass gerade das erste Duell eine knifflige Aufgabe parat hält. Denn die Neuwieder waren es, die mit einem 3:1-Erfolg gegen besagte Konzer den Etzbachern kürzlich einen großen Gefallen taten – und sich dadurch selbst die Chance wahrten, noch mal ins Titelrennen einzugreifen. „Wenn Neuwied dieses Ziel hat, ist ein Sieg für sie Pflicht“, ahnt Schröder, dass ihm und seinen Mitstreitern einiges abverlangt werden wird. Deshalb hofft er auch auf Synergien, die der „doppelte Doppelspieltag“ mit sich bringt. „Es könnte ein Vorteil sein, wenn wir erst unsere Frauen unterstützen und sie danach uns. Das kann in engen Situationen schon mal den Ausschlag geben.“ Und das nicht nur im Topspiel, sondern auch im zweiten Duell, in dem es für Immendorf um wichtige Zähler gegen den Abstieg geht. „Wir werden auf zwei hoch motivierte Gegner treffen. Aber wenn wir so auftreten wie zuletzt, dann bin ich optimistisch, dass unser Plan aufgeht“, sagt Schröder, der erstmals in dieser Spielzeit mit dem gesamten Kader planen kann.
Verbandsliga Frauen
SSG Etzbach – Westerwald Volleys + SV Haag (Sa., ab 13 Uhr).
Die Top Drei der Liga sind an diesem Samstag in Hamm unter sich. Damit bietet sich den Etzbacherinnen die Möglichkeit, die Tabellenführung vorentscheidend auszubauen, andererseits wittern aber auch die Gästeteams ihre Chance, das Titelrennen wieder spannend zu machen. Auch wenn die SSG im Falle der Meisterschaft möglicherweise auf den Aufstieg verzichtet, ist die Motivation der Mannschaft von Hans-Jürgen Schröder groß. „Wir wollen vor allem Revanche nehmen für unsere bisher einzige Saisonniederlage“, versichert der Trainer. Die kassierten die SSG-Frauen nämlich zum Hinrundenabschluss beim SV Haag (2:3). Auch gegen die Westerwald Volleys, der Kombination aus Dernbach, Montabaur, Ransbach-Baumbach und Höhr-Grenzhausen, ließ Etzbach in der ersten Halbserie einen Punkt liegen, sodass es ein spannender Nachmittag werden könnte. Schröder stehen dafür die üblichen acht Spielerinnen zur Verfügung. Das ist nach wie vor dünn, bringt aber den Vorteil der Eingespieltheit mit sich.

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe (H) vom 07.02.2020