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Etzbacher Frauen eröffnen die Saison bei Aufsteiger Trier

Volleyball: Altenkirchener müssen Wiederaufbau betreiben – Etzbacher Frauen eröffnen die Saison bei Aufsteiger Trier

Altenkirchen/Etzbach:
Die Erinnerungen an rosigere Zeiten existieren zumindest noch auf der Vereins-Homepage des SC Altenkirchen. Im Menüfeld kann man sich dort noch durch drei Frauenmannschaften klicken – die eine mit mehr, die andere mit weniger, die dritte mit gar keinem Inhalt mehr. Inhalte, die man inzwischen ins Archiv verfrachten könnte, denn in der Saison 2019/20 wird der Ligabetrieb ohne Teams aus der Kreisstadt über die Bühne gehen.

Anfang August berichtete die Rhein-Zeitung, dass der SCA seine zweite Mannschaft abgemeldet und seine erste Garnitur aus der Verbands- in die Bezirksliga zurückgezogen habe. „Einige Spielerinnen wollten sich den höheren Aufwand in der Verbandsliga nicht mehr antun. Zudem stehen einige aus beruflichen Gründen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung, und wiederum andere haben aufgehört. Damit hätten wir für die Verbandsliga keine konkurrenzfähige Mannschaft stellen können“, meinte Trainer Achim Gelhaar damals.
Sechs Wochen später hat sich die Situation weiter verschlimmert und ist im sportlichen „Horrorszenario“ angekommen. „Wir haben bis zur letzten Minute alles probiert, noch eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, aber es ist uns nicht gelungen“, macht Gelhaar deutlich. Will heißen: Die zunächst nur zurückgezogene erste Mannschaft wurde notgedrungen vom Spielbetrieb abgemeldet, sodass der SC Altenkirchen zunächst einmal von der Volleyball-Landkarte verschwunden ist.
Um die Lage zu verdeutlichen, klärt Gelhaar auf: „Wir hätten alleine am ersten Spieltag fünf Spielerinnen ersetzen müssen.“ Wie es nun weitergeht mit dem Verein von der Glockenspitze? Ingrid Räder vermittelt am Westerwald-Gymnasium in der Schul-AG das Pritschen und Baggern. „Spielerinnen aus dieser Schulmannschaft wollen wir für unseren Verein gewinnen und dann hoffentlich in anderthalb Jahren wieder angreifen. Einfach wird es natürlich nicht“, ist sich Gelhaar bewusst.
Eine Ex-Altenkirchenerin wird hingegen weiterhin in der Verbandsliga Nord spielen: Zuspielerin Jennifer Seiler hat sich dem Nachbarn SSG Etzbach angeschlossen, der am Samstag ab 17 Uhr bei Aufsteiger TG Trier in die Saison startet. „Wir wollen vorne mitspielen“, kündigt Trainer Hans-Jürgen Schröder an. „Und mit diesem Anspruch müssten wir das Spiel gegen Trier eigentlich erfolgreich absolvieren können. Man weiß allerdings nie. Trier ist eine Studentenstadt, da können schnell Verstärkungen auflaufen.“ Außerdem ist der Etzbacher Kader am Samstag ausgedünnt. Janina Kress, Janina Pattberg und Sarah Gerhards fallen genauso aus wie die werdende Mutter Melissa Hess. Dafür wird sich Johanna Arnold, die aufgrund ihres Studiums eine Pause einlegt, in den Dienst der Mannschaft stellen und nach Trier reisen. Zudem konnte Naemi Fast nach längerer Auszeit reaktiviert werden. Damit stehen Schröder acht Spielerinnen zur Verfügung.
Die Spieltermine der SSG Etzbach
14. September: TG Trier – Konz; 21. September: Etzbach – FC Wierschem II, Etzbach – TV Ehrang; 27. Oktober: Westerwald Volleys – Etzbach; 9. November: Etzbach – TuS Asbach, Etzbach – TV Feldkirchen II; 23. November: TV Bitburg – Etzbach; 14. Dezember: SV Haag – Etzbach; 12. Januar: Feldkirchen II – Etzbach; 26. Januar: Ehrang – Etzbach; 8. Februar: Etzbach – Westerwald Volleys, Etzbach – Haag; 29. Februar: Wierschem II – Etzbach; 14. März: Asbach – Etzbach; 22. März: Etzbach – Trier, Etzbach – Bitburg.

Quelle: Rhein-Zeitung vom 14.09.2019 (Ausgabe H)

 

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