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Notaufgebot bleibt in brenzligen Situationen Cool

Jana Birkhölzer (links) und Janina Kreß stehen mit der SSG Etzbach nach drei Partien verlustpunktfrei an der Spitze der  Verbandsliga.

SSG-Männer verlieren in Mendig nach 1:0-Satzführung den Faden und gehen leer aus
Etzbach/Mendig. Vor der längeren Pause in den Volleyball-Verbandsligen haben die Frauen der SSG Etzbach in den Saisonpartien Nummer zwei und drei ihre weiße Weste gewahrt. Trotz vieler Ausfälle feierte man zwei Heimsiege. Das Männer-Team ging in Mendig hingegen leer aus.
VC Mendig – SSG Etzbach 3:1 (15:25, 25:18, 25:22, 25:21). Es deutete zunächst alles auf eine klare Sache für die Gäste hin, die den früheren Bundesligisten im ersten Satz deutlich beherrschten, aber in der Vulkaneifel dann den Faden verloren. „Wir haben unsere Annahme kaum noch nach vorne gebracht, leisteten uns zu viele Aufschlagfehler und konnten fast nur noch über die Außen angreifen. Auch wenn Mendig sich sehr gut gepusht hat, lag es an unseren vielen Fehlern, dass wir verloren haben. Hinzu kam, dass wir uns nach dem ersten Satz vielleicht zu sicher gefühlt haben“, analysierte SSG-Spielertrainer Julian Schröder. In Richtung Sieg brachte die Mendiger ein Mann mit Erstliga-Vergangenheit: Silvio Schulze prägte das Spiel des VC, über ihn lief fast jeder Angriff. „Ein Spieler wie er kann den Unterschied ausmachen“, nannte Schröder einen weiteren Grund für die in seinen Augen verdiente Niederlage der SSG.
Etzbach: Schröder, Gerhards, Hombach, Troche, Hassani, Kölschbach, Tjart, Vargas Orta.

Verbandsliga Frauen
SSG Etzbach – FC Wierschem II 3:1 (25:18, 21:25, 25:16, 26:24); SSG Etzbach – TV Ehrang 3:1 (20:26, 25:12, 29:27 25:22). Die Drähte Glühten in den Tagen vor dem ersten Etzbacher Heimspieltag in der Hammer Großsporthalle heiß. Trainer Hans-Jürgen Schröder telefonierte, was das Zeug hielt, um zumindest sieben Spielerinnen zusammenzubekommen, die dem FC Wierschem II und dem TV Ehrang entgegentraten. Weil Anna Birkhölzer im Sinne der Mannschaft unerwartet früh ein Comeback nach ihrem Kreuzbandriss gab und Jana Radermacher nach jahrelanger Volleypause aufs Feld zurückkehrte, stand der SSG in Abwesenheit von Sarah Gerhards, Katja Gerhards, Veronika Kaczynski und Johanna Arnold immerhin eine Auswechselspielerin zur Verfügung. „Bei diesen personellen Voraussetzungen zählt nur, dass wir gewonnen haben. So haben wir vorher noch nie zusammen gespielt“, sagte Trainer Schröder und ging deshalb auch nicht sonderlich tief in die Analyse.
Nur so viel: Die Gastgeberinnen waren in den wichtigen Phasen der beiden Partien hellwach. Sowohl gegen Wierschem als auch gegen Ehrang musste Etzbach im vierten beziehungsweise dritten Durchgang reihenweise Satzbälle abwehren und behielt in der Verlängerung noch die Oberhand. Schröder: „Das war ganz wichtig, weil wir sonst jeweils einen Zähler abgegeben hätten.“ René Weiss
Etzbach: Seiler, J. Birkhölzer, Pattberg, Kress, A. Birkhölzer, Radermacher, J. Kaczynski.

Quelle: Rhein-Zeitung vom 23.09.2019 (Ausgabe H)

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