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Etzbach lässt nur kurz Spannung aufkommen

  Männer souverän, Frauen neben sich

  Gegen die kraftvollen Schläge von Etzbachs Erwin Tjart (rechts) konnte die Spvgg Burgbrohl selbst mit einem Doppelblock nichts ausrichten.

Die Volleyballer der SSG Etzbach haben ihren ersten Heimspieltag genutzt, um sich in der Verbandsliga Nord wieder in die Spitzengruppe vorzuschieben. Derweil gaben die Frauen ihren ersten Punkt ab.

Verbandsliga Männer
SSG Etzbach – Spvgg Burgbrohl 3:0 (25:20, 25:15, 25:20); SSG Etzbach – Westerwald Volleys II 3:0 (25:13, 25:13, 25:18). Besser hätte es für die Etzbacher wahrlich nicht laufen können. Nicht nur nach Sätzen, sondern auch gemessen an den Resultaten der einzelnen Durchgänge ließ die SSG in ihren beiden Heimspielen nichts anbrennen. Eine knifflige Phase galt es für die Mannschaft um Spielertrainer Julian Schröder allerdings doch zu überstehen. Im dritten Satz der ersten Partie lag sie bereits mit 19:12 vorne, fühlte sich anschließend aber offenbar zu sicher, sodass Burgbrohl mit sieben erzielten Punkten am Stück zum Ausgleich kam. „Glücklicherweise haben wir danach aber wieder die Kurve bekommen“, meinte Schröder. „Wenn wir den Satz noch abgeben, kann so ein Spiel auch noch mal komplett kippen“, weiß der Spielertrainer aus Erfahrung. Letztlich entschieden die Etzbacher dieses erste Duell über die Aufschläge, mit denen sie den Gegner schon bei der Annahme unter Druck setzten.
Was sollte danach schon schiefgehen gegen den Tabellenletzten? Gar nichts, wie sich herausstellte. Wohl auch deshalb, weil die SSG-Männer weiter konzentriert zu Werke gingen, um nicht die erste Mannschaft zu sein, die dem Schlusslicht den ersten Satzgewinn ermöglicht hat. Im Gefühl des sicheren Sieges nutzte Schröder dann auch die Gelegenheit und ermöglichte Jonathan Jung und Robin Aurand ihre ersten Einsätze im organisierten Volleyballsport.
SSG Etzbach: Schröder, Tjart, Gerhards, Hombach, Hassani, Kölschbach, Vargas-Orta, Troche, Aurand, Jung.

Verbandsliga Frauen
Etzbach – Westerwald Volleys 3:2 (27:25, 21:25, 24:26, 26:24, 3:15). Die SSG, die in ihren drei vorangegangenen Saisonspielen noch keinen Punkt abgegeben hatte, tat sich schwerer als erwartet und hatten bis zum Entscheidungssatz sogar weniger Punkte gemacht als der Gegner. Umso überraschender war dann der Ausgang ebenjenes fünften Durchgangs, in dem die gastgebenden Kombinierten aus Dernbach, Montabaur, Ransbach-Baumbach und Höhr-Grenzhausen plötzlich einbrachen. „Die Mädels standen etwas neben sich“, fasste denn auch Hans-Jürgen Schröder den Auftritt seiner SSG-Mannschaft zusammen, aus der nach Meinung des Trainers eine Spielerin dann aber doch herausstach. „Simone Fast hat echt klasse gespielt, ohne sie hätte es schlecht für uns ausgesehen“, lobte Schröder die aus der Reserve aufgerückte Außenspielerin, die im Verlauf des ersten Satzes für Anna Birkhölzer ins Spiel gekommen war, die nach ihrem im Januar erlittenen Kreuzbandriss noch nicht zu ihrer alten Form zurückgefunden hat. Andreas Hundhammer
SSG Etzbach: J. Birkhölzer, A. Birkhölzer, K. Gerhards, J. Kaczynski, V. Kaczynski, Kreß, Seiler, Fast.

Quelle: Rhein-Zeitung vom 29.10.2019 (Ausgabe H)

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