«

»

Etzbacher Frauen gehen im Spitzenspiel leer aus

Verfolger Haag schließt auf – Männer bauen Vorsprung aus

Verbandsliga Männer
SSG Etzbach – VC Neuwied 3:2 (25:16, 25:16, 18:25, 27:29, 15:5);
SSG Etzbach – TuS Immendorf 3:0 (25:15, 25:11, 25:20).
Der Ärger darüber, dass es am Ende statt der ordentlichen Ausbeute von fünf Punkten auch die optimale von sechs hätte sein können, hielt sich bei Julian Schröder in Grenzen. Es lief der vierte Satz der ersten und in Anbetracht der Tabellenkonstellation wichtigeren Partie, als er und seine Etzbacher Mitstreiter beim Stand von 25:24 Matchball hatten, sich dann aber „nicht clever genug“ anstellten, wie der Spielertrainer fand, und schließlich den Satzausgleich hinnehmen mussten. Der gastgebende Tabellenführer hatte das Duell gegen den Dritten eingangs völlig im Griff und legte eine 2:0-Führung vor, ehe sich im dritten Durchgang ein Tief einschlich. „Da haben wir beim Aufschlag und der Annahme zu viele Eigenfehler produziert, dadurch im Angriff nicht genug Druck erzeugen können und Neuwied ins Spiel kommen lassen“, erzählte Schröder. Die Schwächephase hielt auch im vierten Abschnitt zunächst an, sodass die SSG lange einem Rückstand hinterherlief, den sie gegen Ende jedoch in eine Führung drehte mit der Möglichkeit, alle drei Punkte einzutüten. Stattdessen drohten dann jedoch zwei davon nach Neuwied zu gehen. „Wenn man nach 2:0-Satzführung noch in den Match-Tiebreak geht, muss man froh sein, das Spiel am Ende gewonnen zu haben“, wusste auch Schröder, dass das Momentum im entscheidenden Satz eindeutig aufseiten der Neuwieder gelegen hatte. Umso bemerkenswerter, dass die Etzbacher diesen deutlich für sich entschieden. Das verlieh dann auch noch mal Auftrieb für die vermeintlich leichtere Aufgabe gegen die abstiegsgefährdeten Immendorfer, die kaum Gegenwehr leisteten und im dritten Durchgang nur deshalb an einem Satzgewinn schnupperten durften, weil nachlässiger werdende Etzbacher das zuließen. Bis zum 20:20 verlief der dritte Abschnitt ausgeglichen, dann machte die SSG noch mal ernst.
Für Etzbach spielten: Schröder, Tjart, Gerhards, Hombach, Hassani, Kölschbach, Neufeld, Vargas-Orta, Troche, Dyck, Mertgen, Jung.

Die Etzbacher Männer (rechts Jonathan Troche) bewiesen im Match-Tiebreak gegen Verfolger VC Neuwied Nervenstärke, als das Momentum eigentlich aufseiten des Gegners war.

Verbandsliga Frauen
SSG Etzbach – Westerwald Volleys 3:0 (25:21, 25:20, 25:19);
SSG Etzbach – SV Haag 1:3 (22:25, 26:24, 25:27, 19:25).
Eigentlich hatten die Etzbacherinnen für optimale Voraussetzungen gesorgt, um ihren einzigen ernsthaften Verfolger abschütteln zu können. Denn beim glatten Erfolg im ersten Spiel des Tages gegen die Kombinierten aus Dernbach, Montabaur, Ransbach-Baumbach und Höhr-Grenzhausen hatte sich der Kräfteverschleiß in Grenzen gehalten, sodass die SSG-Frauen vor allem eingespielt ins Spitzenspiel gehen konnten. Doch das half am Ende nichts. Die Gastgeberinnen mussten sich nicht nur auch im zweiten Vergleich mit dem SV Haag in dieser Saison geschlagen geben, sondern blieben dabei erstmals in der laufenden Spielzeit auch punktlos. Hatten im Hinspiel noch haarsträubende Entscheidungen des Kampfgerichts die 2:3-Niederlage eingeleitet, so schaffte es der Tabellenzweite diesmal aus eigener Kraft, die Punkte mitzunehmen. „Der Gegner war gut“, lobte SSG-Coach Hans-Jürgen Schröder vor allem die Feldverteidigung der Gäste, die „fast jeden Angriffsball“ der Etzbacherinnen noch irgendwie im Spiel hielt. So entwickelte sich ein in allen vier Sätzen umkämpftes Duell, in dem es die SSG im dritten Durchgang versäumte, wenigstens einen Zähler daheim zu behalten, indem sie eine 20:10-Führung noch herschenkte und dadurch vorentscheidend auf die Verliererstraße geriet.
Für Etzbach spielten: J. Birkhölzer, A. Birkhölzer, K. Gerhards, J. Kaczynski, V. Kaczynski, Kreß, Pattberg, Hahmann, Seiler.

Jana Birkhölzer kassierte mit den Etzbacher Frauen die erste klare Niederlage der Saison und muss im Titelrennen nun den SV Haag als ernst zu nehmenden Konkurrenten anerkennen

Quelle: Rhein-Zeitung (Ausgabe H) vom 10.02.2020

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ssgetzbach.de/?p=2476