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Akrobatik ist Trumpf in Etzbach

Das große Tanzcorps der Prachter „Fidelen Jongen“ begeistert auch in Etzbach.

Foto: Rolf-Dieter Rötzel

Karnevalistischer Frühschoppen bietet ein teils atemberaubendes Programm

Aus den Nähten zu platzen drohte am Sonntag das proppenvolle Etzbacher Bürgerhaus. Die Spiel- und Sportgemeinschaft sowie der Schießsportverein veranstalteten zum 26. Mal ihre Karnevalsfeier. Bunt kostümierte und gut gelaunte Narren aus der Region feierten, tanzten, schunkelten und ließen „Etzbich Uhu“ erschallen. Kurz und knackig führte SSG-Vorsitzender Julian Schröder, assistiert von Sarah Gerhards und Janina Pattberg sowie von DJ Sascha musikalisch begleitet, durch das Programm.
Der Etzbacher karnevalistische Frühschoppen, der sich althergebracht stets bis in die Abendstunden ausdehnt, ist etwas Besonderes im heimischen Karneval. Es gibt keine Büttenreden und auch offiziell werden keine Reden gehalten. Vielmehr spielt sich alles auf der Bühne mit Musik, den rhythmisch- und energiegeladenen SSG-Drummers und vor allem Auftritten von hoch motivierten Tanzgruppen ab. Bei den teilweise schon spektakulären Flugeinlagen und artistischen Hebefiguren stockte manchem der Atem.
Den Auftakt machten die „Fidelen Küken“, die „Bühnenfeger“ und das Tanzcorps der Prachter Karnevalsgesellschaft „Fidele Jongen“. Etzbach ist für die „Präächter“ am Karnevalssonntag immer der Auftakt, um dann mit ihrem großen Gefolge zur Teilnahme am Karnevalszug in Altenkirchen zu fahren.
Gefeiert und bejubelt wurden auch die „Flamingos“, das Mini-Tanzcorps der Karnevalsgesellschaft Wissen, amtierender und insgesamt sechsfacher Deutscher Meister, „In Motion“ aus Ingelbach“, die „Roten Funken“ der KG Schladern und die Mucher „Teichgirls“. An die Grazie und Ausdruckskraft der holden Weiblichkeit kamen die „Dorfgrenadiere Birkenfeld“, erstmals mit dem fünfjährigen Nachwuchsgrenadier Robin angereist, und die Schöneberger „Bordstein Schwalben“ natürlich nicht heran. Aber auch die Herren, teilweise schon im fortgeschrittenen Alter, machten meist tänzerisch noch eine gute Figur, wenn auch das totale Frauengekreische ausblieb.
Zu einem musikalischen Höhepunkt wurde der Auftritt der Wissener Band „Hännes“. Die fünf Musiker brachten Lieder aus der Domstadt mit viel „kölsch Jeföhl“ rüber. Rolf-Dieter Rötzel

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe (H) vom 24.02.2020

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