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Etzbachs Männer verlieren das Spitzenspiel glatt


Mit einem Doppelblock wie hier gegen Jonathan Troche zog die TG Konz der SSG Etzbach den Zahn, entschied das Spitzenspiel klar für sich und machte damit das Titelrennen wieder spannend.

Titelrennen ist wieder offen – Frauen der SSG haben doppelten Grund zur Freude

Die Volleyballteams der SSG Etzbach waren in der Verbandsliga am Wochenende wieder gefordert.
Verbandsliga Männer
SSG Etzbach – VC Mendig 3:0 (25:15, 25:20, 25:19); SSG Etzbach – TG Konz 0:3 (19:25, 20:25, 20:25).
Beim letzten Heimspieltag der Saison ging der Plan der Etzbacher zunächst auf. Wie von Spielertrainer Julian Schröder angekündigt, drängte die SSG in der Partie gegen den VC Mendig auf eine schnelle Entscheidung, um mit genügend Kraftreserven ins anschließende Gipfeltreffen gegen Verfolger Konz gehen zu können. Doch bereits während sich die Etzbacher gegen jene Mannschaft, die ihnen in der Hinrunde die bis dahin einzige Saisonniederlage zugefügt hatte, den glatten Erfolg herausspielten, war für Schröder erkennbar, dass er und seine Mitstreiter an diesem Samstagnachmittag nicht an ihre Leistungsgrenze herankommen würden. „Das erste Spiel war noch solide, aber schon weit entfernt von dem, was wir in den Spielen zuvor gezeigt hatten.“
Da die Konzer ihrerseits im anschließenden Spitzenspiel obendrein eine nahezu fehlerfreie Vorstellung ablieferten, erklärt den deutlichen Ausgang der Begegnung. „Wir hingegen haben schon beim Aufschlag viele Fehler gemacht und auch die Annahmen nicht so nach vorne gebracht, um unsere Angreifer in gute Positionen bringen zu können“, analysierte Schröder hinterher. Dass es die Etzbacher dann zumeist über die Außen probierten, stellten die Gäste von der luxemburgischen Grenze zügig fest und konterten dieses Vorhaben stets mit einem Doppelblock, womit sie dem Tabellenführer schließlich den Zahn zogen. „Konz war uns eigentlich in allen Bereichen überlegen und hat auch in der Höhe verdient gewonnen“, wollte Schröder auch nicht als Ausrede gelten lassen, dass Erwin Tjart in der Mitte des zweiten Satzes verletzt ausschied.
Statt eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft herbeigeführt zu haben, wird es an den verbleibenden beiden Wochenenden der Saison noch mal spannend im Titelrennen. Gewinnen sowohl Etzbach als auch Konz ihre restlichen Partien, stünden am Ende beide Teams punktgleich an der Spitze. Weil aber die SSG mehr Siege errungen hat, was noch vor dem direkten Vergleich als ausschlaggebendes Kriterium herangezogen wird, haben es Schröder und Co. nach wie vor in der eigenen Hand.
Für Etzbach spielten: Schröder, Tjart, Gerhards, Hombach, Hassani, Kölschbach, Neufeld, Vargas-Orta, Troche, Aurand, Dyck, Holst.

Verbandsliga Frauen
FC Wierschem II – SSG Etzbach 1:3 (25:18, 24:26, 16:25, 15:25).
Am Ende sind es zwar die drei Punkte geworden, die die SSG in Wierschem fest eingeplant hatte. Doch das Schlusslicht machte den Etzbacherinnen vor allem in den ersten beiden Sätzen das Leben schwer. Im sehr engen zweiten Durchgang verhinderte der Tabellenführer nur gerade so einen 0:2-Rückstand. „Wenn wir den kassiert hätten, wäre das Spiel für uns verloren gegangen“, war sich SSG-Coach Hans-Jürgen Schröder hinterher ziemlich sicher. Dass seine Mannschaft überhaupt in derartige Nöte geraten war, hatte erheblich damit zu tun, dass es für die zuletzt grippegeschwächte Jasmin Kaczynski gegen Mitte des zweiten Satzes nicht mehr weiterging und daraufhin Improvisationskunst gefragt war. Denn ehe Schröder zwischen Satz zwei und drei die letztlich gewinnbringende Umstellung vornehmen durfte, musste unter anderem Veronika Kaczynski auf der für sie ungewohnten Position im Mittelblock einspringen, was sie aber mit Bravour meisterte und damit großen Anteil daran hatte, dass den Etzbacherinnen noch die Kehrtwende gelang.
Apropos Kehrtwende: Mit einer solchen sorgte Wierschem im folgenden Duell gegen SSG-Verfolger SV Haag für Aufsehen. Mit 0:2 lag die FC-Reserve bereits zurück, spielte dann aber groß auf und sorgte mit einem 3:2-Erfolg dafür, dass die Etzbacherinnen die Liga nun wieder mit vier statt nur mit zwei Punkten Vorsprung anführen
Für Etzbach spielten: J. Birkhölzer, A. Birkhölzer, J. Kaczynski, V. Kaczynski, Kreß, Pattberg, Seiler, Koslowski.

Quelle: Rhein-Zeitung (Ausgabe H) vom 02.03.2020

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