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Keine Absteiger, aber dafür jede Menge Aufsteiger

Könnte mit der SSG Etzbach in der kommenden Saison wieder in der Landesliga aufschlagen: Spielertrainer Julian Schröder. Foto: balu

Nach Entscheidung des VVRP werden viele Klassen aufgestockt – Etzbachs Männer in 14er-Liga?

Der Volleyballverband Rheinland-Pfalz hat eine Regelung gefunden, wie die Tabellenstände der vorzeitig beendeten Spielzeit zu werten sind. „Wir haben uns den Regeln, die der Deutsche Volleyballverband aufgestellt hat, angeschlossen“, sagt Rainer Strohbach, der Vizepräsident des Volleyballverbands Rheinland-Pfalz.
Demnach wird es auf rheinland-pfälzischer Ebene keinen offiziellen Meister geben. „Keine Mannschaft stand so weit vorne, dass sie nicht noch hätte eingeholt werden können, und nur dann hätte sie auch offiziell den Titel erhalten“, erklärt Strohbach. Aufsteiger aber gibt es – und zwar mitunter eine ganze Menge. „Alle Mannschaften, die auf einem Aufstiegsplatz stehen oder rechnerisch noch einen Aufstiegsplatz hätten erreichen können, haben das Recht zum Aufstieg“, erläutert Strohbach und verrät: „Es gibt Ligen, da sind das bis zu vier Mannschaften.“ Ob die Vereine ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen, müssen sie dem Verband bis zum 30. April mitteilen.
Analog zum Aufstieg geht es im Tabellenkeller der rheinland-pfälzischen Volleyballligen zu. „Alle Mannschaften, die rechnerisch den Klassenverbleib hätten schaffen können, steigen auch nicht ab“, bestätigt Strohbach und ergänzt: „Das führt dazu, dass Ligen aufgestockt werden.“ Strohbach stellt außerdem klar, dass die Regelungen auch auf den Bezirksebenen übernommen werden.
Und wie denken die Verbandsligateams der SSG Etzbach über diese Entscheidung? Die Frauen betrifft das zunächst mal nur am Rande, denn sie hätten im Falle der Meisterschaft, auf die sie als Tabellenführer mit vier Punkten Vorsprung bei noch drei ausstehenden Spielen beste Chancen hatten, ohnehin auf den Aufstieg verzichtet. Das hatte Trainer Hans-Jürgen Schröder schon länger angedeutet und wurde den Entscheidern beim Verband nun zu Wochenbeginn auch so mitgeteilt, als die betroffenen Vereine schon mal eine Tendenz abgeben sollten, ob sie bereit wären aufzusteigen.
Die Männer hingegen, die in der Verbandsliga Nord ebenfalls an der Spitze standen, würden grundsätzlich gerne in die Rheinland-Pfalz-Liga zurückkehren. Doch in Anbetracht der Konsequenzen, die die Entscheidung der VVRP nach sich zieht, will Spielertrainer noch mal genauer bei seinen Mitspielern nachhören, ob es dabei bleibt. Denn theoretisch könnte ein Aufstieg mit einem erheblich größeren Aufwand verbunden sein, wie Schröder vorrechnet: „Bei uns in der Nord-Staffel können drei Teams aufsteigen, in der Süd-Staffel sogar vier. Selbst wenn in der Rheinland-Pfalz-Liga die beiden Teams, die noch hätten Meister werden können, in die Oberliga gehen, könnten wir in der nächsten Saison in einer Liga mit 14 Mannschaften spielen. Dann müssten wir nicht mehr nur alle zwei Wochen ran, sondern jedes Wochenende.“ Und das bei Touren durch das gesamte Bundesland.

Quelle: Rhein-Zeitung (Ausgabe H) vom 04.04.2020

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